Analoge „Erfolge“

Seit einer Weile versuche ich für mich eine gute Kombination aus Film und Entwickler zu finden. Ich möchte bei analogen s/w Bildern zwar durchaus das Korn sehen aber es darf das Bild nicht zu stark dominieren. Die folgenden Bilder sind aus meiner Sicht durchaus als erste Erfolge in diese Richtung zu werten. Jedenfall wenn ich vergleiche was ich die letzten Wochen sonst so produziert habe. Das waren zum Teil ziemliche „Kornwüsten“. Noch bin ich aber nicht Ziel 🙂

Einige der Aufnahmen von dem Tag wiesen ganz seltsame Unschärfen an den Rändern auf. Wie ich zwischenzeitlich mit Schrecken festgestellt habe scheinen die Blendenlamellen von meinem Minolta 55mm/1:1.7 Objektiv nicht mehr sauber zu laufen. Bei grossen Blendenwerten, also stark abgeblendet ist der Verschluss also schon wieder zu bevor sich die Blende ganz geschlossen hat. Da ist offensichtlich eine Revision angesagt. Eine Anleitung dazu habe ich bereits gefunden (YouTube sei Dank) aber die dazu nötige Zeit hat noch gefehlt. Das Objektiv möchte ich nämlich unbedingt erhalten!

Die nachfolgenden Bilder sind alle mit der Minolta SRT101 entstanden. Als Film habe ich einen Kodak Tri-X 400 verwendet, entwickelt in Adonal.


Technik:

Kamera: Minolta SRT101
Objektiv: Minolta 55mm/1:1.7
Film: Kodak Tri-X 400 @ 400 ISO
Entwicklung: Adonal 1+25, 7min

10 Kommentare

  1. Das sieht doch schon ganz gut aus.
    Ein ähnliches Bild, vielleicht nicht ganz so stark ausgeprägt, habe mit der Kombination Tri-X 400 und D76 auch. Hast du die Temperaturen genau eingehalten? Bei starken Temperaturschwankungen kann auch „Runzelkorn“ entstehen.
    Ich würde es mal mit einem anderen Film versuchen, einem Ilford HP5 zum Beispiel, um einen Vergleich zu haben. Und mit MassiveDevChart (https://digitaltruth.com/devchart.php) oder auf filmdev.ord (http://filmdev.org/recipe/finder) schauen, zu welchen Ergebnissen deine Kombi aus Film und Entwickler neigt.

    1. Die Sache mit dem Runzelkorn habe ich kürzlich auch gelesen (nachdem ich den Film entwickelt hatte). Das könnte tatsächlich der Fall sein hier. Die 20°C für Entwickler und Fixierer habe ich zwar sauber eingehalten, beim Stoppen und Wässern habe ich aber kaltes Wasser verwendet ohne mir bewusst zu sein, dass ich damit möglicherweise dem Film schade. Beim nächsten Mal achte ich darauf!

      HP5 habe ich daheim im TK liegen. Die warten auf ihren Einsatz 🙂 Wobei ich gelesen habe, dass der ähnlich sein soll wie der Tri-X. Eher sogar grober. Als nächstes werde ich sicher auch noch den Delta 400 testen.

      Ich hoffe am Wochenende finde ich Zeit zum fotografieren. Es juckt mich in den Fingern aber abends ist es halt doch etwas dunkel im Moment 🙂

      1. Stoppbad und Schlusswässerung sollten auch die Temperaturen von Entwickler und Fixierer haben. Wie sehr der Effekt durch zu kaltes Wasser zu Buche schlägt, kann ich dir nicht sagen. Dann probiere auch nochmal einen Tri-X und achte auf die Temperaturen.

        Ich habe mit dem HP5 wenig Erfahrung, aber ich meine, er ist etwas „weicher“ als der Tri-X, nicht ganz so knackig.
        An die Deltas habe ich mich noch nicht rangewagt, ich will auch nicht zuviel auf einmal variieren.
        Ergebnisse kann man nur durch Wiederholung und maximal einer Veränderung vergleichen.

        Daaaann: HP5 und auf Iso 1600 oder 3200 belichten und dann etwas länger entwickeln. Gibt richtig steile Kontraste.

      2. Ich werde beim Nächsten Film auf jeden Fall darauf achten. Im Moment ist ein 400er Fomapan in der Kamera. Tri-X habe ich zur Zeit leider keine mehr im Haus aber HP5, Delta 3200 und Rollei Retro S sind noch im TK. Weitere sind bestellt aber leider noch nicht hier…

        Der HP5 soll auch recht grob sein. Daher dachte ich an den Delta 400. Ich glaube der ist feinkörniger.

        Nun, morgen werde ich Zeit haben zum fotografieren denke ich. Dann gibt es wieder neues nachher 🙂

  2. cool, dass du da so damit experimentierst. es würde mich interessieren, welches bokeh das objektiv bei offenblende und nahaufnahmen macht. mein pentacon „swirlt“ nämlich und das finde ich großartig.

    1. Du fragst mich Sachen 🙂 das müsste ich mal bewusst ausprobieren. Da aber das Glas zur Zeit in Einzelteile zerlegt ist zwecks Ursachenforschung kann ich das im Moment nicht 🙂

      Ich werde es nachholen…

  3. Der Delta ist der feinkörnigste unter allen, der Tri-X hat das schönste Korn…der HP 5 ist für alles ok….Bitte achte darauf das die Temperatur über alle Prozessschritte gleichbeleibt, wenn du z.B .zu kalt zwischwässerst bricht das Korn auf…auch wichtig . gleichmässige Bewegung der Filmtrommel während der Entwicklung…das Korn bekommst du weicher und den Film schärfer wenn du den D76 mit Wasser 1:3 verdünnst, das ergibt zwar elendiglange Entwicklungszeiten aber tolle scharfe Motive mit vielen Grauabstufungen !
    Viel Erfolg beim Ausprobieren…ich musste das alles während meiner 3 jährigen Fotografenlehre im Analoglabor lernen…
    Grüsse von Jürgen

    1. Danke Jürgen! Ich hatte halt in der Ausbildung nur etwa 3 Monate Fotografie weil das mehr so ein Einschub war. Ausserdem ist es eeeeewig her 🙂 Nachträglich würde ich sagen ein Problem war wahrscheinlich tatsächlich die Temperatur beim Wässern. Da war ich unvorsichtig und habe kein Stück drüber nachgedacht 🙂
      LG
      Martin

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